Leitvers
Jesus sagte: "Ich bin das Licht der Welt; wer mir nachfolgt, der irrt nicht in der Finsternis umher, sondern wird das Licht des Lebens haben." Joh. 8, 12

David M.

Drogen – und einer, der sie kennt

Vorgeschichte

Es begab sich, dass am 26. Mai 1962 zwei Knaben geboren wurden: Geboren von einer unglücklichen Mutter und einem schwer „gezeichneten“ Trinker. Unerwünscht und ungewollt von ihren Eltern. Da waren also zwei kleine Zwillingsgeschöpfe, die das Licht der Welt erblickten. Dann wurden sie in die arme einer Frau gelegt, die allein war, allein ohne ihren Mann. Er zog es vor, sich in irgend einer Kneipe zu betrinken.

So unglücklich wie bei der Geburt, so unglücklich war auch die Kindheit der beiden Buben. Beide wurden geschlagen, manchmal (ehe oftmal) missachtet. In der Erziehung lernten sie, wie man gegen Aussen eine Maske zu tragen hatte. Doch waren die Türen verschlossen, begannen dunkle Wolken aufzuziehen. Dann wurde oft geschrien, gestritten und geschlagen und geweint! So viel Leid und Tränen, so viele böse Worte, dass es für zehn Familien reichte.

So zog sich dieser rote Faden durch das Leben dieser Familie, bis sie gänzlich aufgefressen war von Gewalt, Elend und Lügen. Der Vater starb an den Folgen seiner Alkohol-, Tabletten- und Nikotinsucht: an Kiefer- und Kehlkopfkrebs. Die Mutter landete in der psychiatrischen Klilnik, weil sie die Probleme und Sorgen so lange verschwiegen und verdrängt hatte, gegen aussen!

Die beiden Buben waren Schlüsselkinder, allein vom Morgen bis zum Abend. Keine Erziehung, wenig echte Liebe und später dann die Verachtung der Mutter, die ihrer Wut und ihrem Hass auf das missratene Leben und das der beiden (inzwischen jugendlichen) Söhne freien Lauf liess.

Wie oft hörten sie, wie sehr sie doch missraten seien und das nie, ja niemals etwas aus ihnen werde. Nein ganz im Gegenteil: Sie werden wie ihr „Alkoholiker von Mann“, „wie chunsch mer au vor!“, „wie de Alt““, „luäg dich mal ah!“. Kurz und bündig: „Du bist ein Nichts, du hast hichts und du wirst nie etwas sein – ein Versager, wie es im Buche steht!

Das hörte ich mindestens drei Mal die Woche über zehn Jahre! Bis ich es wirklich selber zu glauben begann und noch heute mit bald 48 Jahren „arbeiten“ diese Worte an meiner Seele, weil ich wirklich drogensüchtig wurde.

Ja, Drogen und einer, der sie kennt

mit 13: die erste Droge Nikotin

mit 16 Alkohol (exzessives Trinken)

mit 17 Haschisch und LSD

mit 27 Heroin und Kokain und dann Methadon!

  • Nikotin war meine erste Suchterfahrung! Ganz „harmlos“ stehen die Pakete in Regalen, mit schön gestalteten Schriften, perfekten Farben und überall erhältlich. „Der Geschmack von Abenteuer und Freiheit“.
    Doch das genaue Gegenteil ist wahr: Deine Zähne werden gelb, deine Kleider riechen nach Rauch, deine Lunge nimmt schweren Schaden. Nach einiger Zeit kannst du kaum mehr zwei Kilometer rennen.
    Das Nikotin verklebt die Lunge und Atemwege! Im Laufe der Zeit kann es geschehen, dass man ein Bein oder einen Arm verliert, weil das Nikotin derart die Durchblutung schädigt, dass ein Bein abstirbt. Ja, wenn du Pech hast, dann kannst du sogar an Lungenkrebs sterben!
    Auch Zungen- und Kehlkopfkrebs ist ein Ergebnis der Droge Nikotin! Ja, Millionen von Menschen sind daran schon gestorben und werden daran sterben! Es kann ein grauenhafter, sehr langsamer Tod auf dich zukommen. Dennoch werden weiterhin Milliarden damit gemacht, vom Pflanzer über den Verkäufer und letztendlich den Staat!
  • Hasch und LSD
    Fast Alle wissen, dass Hasch aus der Hanfpflanze hergestellt wird. Nur langjährige Raucher dieses Giftes wissen, dass Hasch oder „Gras“ auch eine psychodelische Droge ist, genau wie LSD.
    Im Laufe meines Lebens sah ich die schleichende Veränderung bei Menschen, die über 30 Jahre „gekifft“ haben. Aus lebensfrohen Menschen wurden depressive Gestalten.
    Einmal sah ich Jemanden, der noch nie gekifft hatte und es probieren wollte. Nach ein paar Zügen bekam er Schweissausbrüche, wurde kreideweiss im Gesicht: Er hatte beinahe einen Kreislaufkolaps. Leider ist es bei den Wenigsten so, denn danach probierte dieser Mann es nie wieder! Er war im wahrsten Sinne des Wortes mit einem blauen Auge davongekommen.
    Für Viele führt es zu langjähriger Abhängigkeit, zwar mehr psychisch als physisch; aber nicht weniger schlimm, weil gerade die Psyche eine starke Kraft auf uns ausübt!

    LSD ist auch eine solche, ähnliche Droge, wobei sie bei den meisten Konsumenten völlig unterschätzt wird.
    LSD-Trips können enorm gefährlich sein! Sie können einen Menschen für lange Zeit psychisch krank machen. Halunzinationen sind dabei das Gefährliche, denn es gibt Menschen, die nie wieder davon frei wurden und den Rest des Lebens in einer psychiatrischen Anstalt verbrachten.
    Durch LSD werden Türen geöffnet, die in die „Geisterwelt“ führen: Und diese Welt ist nicht für Menschen gedacht. Wie schon gesagt; es gibt Menschen, die diese Türe nicht mehr schliessen konnten und so für immer geschädigt blieben!
    Ich selber war einmal in einer solchen Lage und nur ein Notarzt konnte mich gerade noch „runterholen“ von diesem Horror-Trip. Wirklich im allerletzten Moment, sonst wär ich wohl für den Rest meines Lebens in einer Klinik.

  • Mit 27 lernte ich die schlimmste Abhängigkeit kennen. Sie heisst Heroin.
    Als erstes möchte ich sagen, dass über 40 Kollegen, Freunde und Bekannte diese Todesdroge nicht überlebt haben. Seit ich 20 bin, habe ich pro Jahr zwei Freunde ans Heroin verloren. Ich kannte sie aus der Schulzeit, als noch keiner ein „Drögeler“ war.
    Auch sie waren einmal anders. Und es ist schade und traurig, wenn man mitansehen kann, wie schnell diese Droge junge Menschen in „beinahe-Zombies“ verwandelte. Mit der Zeit waren Viele bereit, beinahe alles zu tun, um an dieses Gift zu kommen.
    Aus eigener Erfahrung weiss ich, dass bereits ein einziges Mal reicht, um süchtig zu werden.
    Wirklich nur ein Mal diese Erfahrung, und du willst dieses so trügerische Gefühl wieder haben; gerade wenn’s dir nicht gut geht.
    Und als sensibler Mensch ist es erst recht gefährlich. Ich sah gut aussehende, junge und hübsche Mädchen aus meiner Schulzeit: beinahe jeder Bursche drehte sich nach ihnen um. Das Heroin brachte sie zur Prostitution. Dort warteten skrupellose Freier auf sie und nahmen ihnen auch noch die Menschenwürde. Diese Mädchen waren auf der untersten Stufe des Lebens angelangt.
    Doch dies ist einem Menschen, der sich so weit mit diesem Teufelszeug eingelassen hat, so ziemlich egal: Hauptsache, der nächste Schuss ist bereit.
    Dann wären da auch noch die Familien der Abhängigen – Mütter, Väter und Geschwister. Sie alle sind auch betroffen. Sorgen, schlaflose Nächte, Selbstvorwürfe usw.

    Heroin und Kokain sind schlimmer als die Pest. Sie vergiften, töten und zerstören und bringen die „härtesten“ Typen zum Weinen.

  • Der Entzug ist grauenhaft!
    Nur einige Symptome: Gliederschmerzen, Erbrechen, Frieren und Schwitzen, endlos lange Tage und noch schlimmere Nächte. Totaler Schlafentzug, tiefe Depressionen, undendlich viele Tränen, schwere Erschöpfungssymptome, Die Gedanken drehen sich im Kreis; Kopfschmerzen, Rückenschmerzen und noch vieles Andere mehr.
    Wer aus dieser Sucht wegkommen will, braucht ärztliche Hilfe, einen starken Willen und vorallem die Gnade Gottes!
    Ich kenne Menschen, die das Alles durchmachten und wieder angefangen haben mit diesem Dreckszeug.
    Es sagte einmal ein Mann, der zehn Entzüge gemacht hatte und trotzdem wieder dort landete: „Heroin ist wie ein Killer, der auf dich angesetzt wurde. Er wird dich jagen ohne Gnade, und Viele hatte er zur Strecke gebracht!“

    Ohne Jesus Christus hast du praktisch keine Chance! Und das ist kein Witz: es ist blutiger Ernst!

    Herr, hilf diesen Menschen und hilf auch mir! Ich danke dir!
    Amen

Allrounder Liechti
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